Die Entwicklungsgeschichte der Wasserkraftnutzung

Die Entwicklungsgeschichte der Wasserkraftnutzung

wassermuehleBereits im 4. Jahrhundert nach Christi Geburt lassen sich in Deutschland die ersten Wassermühlen nachweisen. Im 12. Jahrhundert waren sie vermutlich so weit verbreitet, dass jeder sein Getreide in einer Wassermühle mahlen lassen konnte.

Nach und nach wurde die Nutzung der Wasserkraft auch auf andere Produktionszweige ausgedehnt. Papiermühlen, Säge-, Öl- und Schleifmühlen, Hammerwerke und wassergetriebene Pumpwerke entstanden. Verwendet wurden hierzu je nach der Art der Wasserzuleitung verschiedene Wasserräder. Während des gesamten Mittelalters bis ins 18. Jh. hat sich nichts Wesentliches an der Bauweise der Wasserräder geändert.

Fortschritte in der Technik der Eisenherstellung und erweiterte physikalische Kenntnisse beeinflussten auch die Wasserkraftnutzung. Eisenkonstruktionen traten zunehmend die Nachfolge der Holzräder an und um 1867 entwickelte Zuppinger ein Wasserrad für geringe Fallhöhen, bei dem er gekrümmte Schaufeln einsetzte. Es setzte sich in Baden-Württemberg bis Ende des 19. Jahrhunderts weitgehend durch.